GND-Service (Gemeinsame Normdatei)

Deutsche Nationalbibliothek

 

Beschreibung

Normdaten erleichtern die Katalogisierung, bieten eindeutige Sucheinstiege und die Möglichkeit der Vernetzung unterschiedlicher Informationsressourcen. In den Normdatensätzen der Gemeinsamen Normadatei GND sind nicht nur die Vorzugsbenennungen normiert, sondern neben abweichenden Benennungen auch Relationen zu anderen Normdatensätzen enthalten. Auf diese Weise ist ein Netz von miteinander in Beziehung stehenden Datensätzen entstanden, das sich besonders für die Nutzung im Web eignet, die Navigation innerhalb der Normdatei erlaubt und somit die Recherchemöglichkeiten für NutzerInnen verbessert. 

Eine Strategie des Annotierens kann die eindeutige Identifizierung und Auszeichnung von Entitäten in Textdaten sein, Personen, Körperschaften, ortsbezogene Informationen, Sachschlagworte, Kongresse, Geografika und Werktitel. Die Gemeinsame Normdatei (GND) mit ihren annähernd zehn Millionen Datensätzen ist ein geeigneter Datenpool für solche Annotationen: Sie vereint die Personennamendatei (PND), die Schlagwortnormdatei (SWD) die Gemeinsame Körperschaftsdatei (GKD) und die Einheitssachtiteldatei (EST) des Deutschen Musikarchivs. Die GND basiert auf einer eigenen Ontologie, wird regelmäßig aktualisiert und steht, angeboten von der Deutschen Nationalbibliothek und unter der Lizenz „Creative Commons Zero" zum Download zur Verfügung. Die auf Interoperabilität zu weiteren Ressourcen achtende Erschließung der Normdatei bedarf allerdings allein aufgrund ihres Formats und des Umfangs infrastruktureller Unterstützung.

Für die Integration der oftmals sehr heterogenen Daten spielen Normdaten und Authority Files wie GND, und VIAF (Virtual International Authority File) eine zentrale Rolle. So können beispielsweise in unterschiedlichen Kontexten erhobene Forschungsdaten, wenn sie mit Normdaten angereicherten werden, anschließend eindeutig und erkenntnisgewinnend zusammengeführt werden.

Um die Nutzung von Normdaten zu erleichtern bedarf es einer Schnittstelle, die gezielte Abfragen erlaubt. Im Falle der von der DNB erzeugten GND ist dies durch eine SRU Schnittstelle gewährleistet. SRU (Search / Retrieve via URL) ist ein standardisiertes Webservice-Protokoll. Die Ergebnisse der Suche werden in einem definierten XML-Format zur Verfügung gestellt. Das SRU-Protokoll ermöglicht die gezielte Suche mittels Suchindizes und Suchbegriffen und die Übernahme der entsprechenden Treffer in die eigene Umgebung.

 

DARIAH-DE stellt eine eXist-Instanz zur Abfrage der GND bereit, die direkt per SRU die GND abfragt (im beta-Stadium). Die Nutzung des Services ist im öffentlichen DARIAH-DE-Wiki dokumentiert (Gemeinsame Normdatei).

 

Sind noch Fragen offen geblieben oder möchten Sie weitere Informationen? Sie erreichen uns unter info@de.dariah.eu.