DARIAH-DE Grand Tour 2018

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Das Projekt DARIAH-DE

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2018-09-04_Aktuelles

DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitenden Geistes- und Kultur­­wissen­­schaftler­­Innen in Forschung und Lehre. Dazu baut der Verbund eine digitale Forschungs­­infra­struktur auf und entwickelt Materialien für Lehre und Weiter­bildung im Bereich der Digital Humanities (DH).

Der Beginn der Betriebskooperation ab März 2019 markiert eine neue Phase in der Entwicklung von DARIAH-DE. 16 Partnerinstitutionen haben durch den Abschluss einer Betriebskooperationsvereinbarung den Grundstein für den nachhaltigen Betrieb und somit für die Verstetigung von DARIAH-DE gelegt. Im Rahmen dessen haben wir unseren Austausch mit weiteren Initiativen der digitalen Forschung und Lehre in den Geistes- und Kulturwissenschaften intensiviert. Insbesondere eine noch stärkere Kooperation mit CLARIN-D trägt dazu bei, unsere Vision eines kooperativen Großraums zur digitalen Forschung in den europäischen Geistes- und Kulturwissenschaften weiter voranzubringen. Zu diesem Zweck haben sich CLARIN-D und DARIAH-DE ab 2019 zu der gemeinsamen Infrastruktur CLARIAH-DE zusammengeschlossen, die die Dienste beider Initiativen bündeln wird.

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Blogs

Vorstellung der DARIAH-DE-Fellows 2015: Dennis Mischke

Das DARIAH-DE Fellowship-Programm fördert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ansätze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen die DARIAH-Fellows ihre Projekte vor.

Dennis Mischke

Dennis Mischke

Dennis Mischke studierte Anglistik/Amerikanistik, Medienwissenschaft und Kognitionswissenschaft in Potsdam und promovierte an der Ruhr–Universität Bochum mit einer Arbeit zur Kosmopolitik des Vertrauens im Werk von Herman Melville. Er war Gastwissenschaftler an der University of Technology Sydney sowie an der University of Minnesota. Seit 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Amerikanistik und neuere Englische Literatur an der Universität Stuttgart. In seinem aktuellen Forschungsprojekt untersucht er Bewegungsmuster von Menschen und Ideen im frühen kolonialen Amerika.

Worum geht es in dem Projekt?

Mein aktuelles Projekt ist eingebunden in ein größeres Forschungsvorhaben der Amerikanistik an der Uni Stuttgart. Dort untersuchen wir eines der ersten Genres der frühen Nordamerikanischen Literatur: sogenannter „Captivity Narratives“ und versuchen traditionelle literatur – und kulturwissenschaftliche Methoden durch die Potentiale der Digital Humanities zu erweitern. Mich interessieren dabei insbesondere Bewegungsmuster und kartographisches Wissen in „Captivity Narratives“. In diesen Erzählungen berichteten zumeist Europäische Siedlerfrauen zwischen 1600 und 1750 von Ihren Erfahrungen in Gefangenschaft bei Amerikanischen Ureinwohnern. Diese Zeugnisse des frühen Kulturkontaktes verbinden dabei literaturwissenschaftlich interessante Orts- und Wegbeschreibungen der „neuen Welt“ mit Religiös-kulturell Zitaten der „alten“. Dabei stellt sich konkret die Frage: Wo (textlich und geographisch) und wann (historisch) fanden Entführungen im kolonialen Amerika statt und welche europäischen Texte (zumeist die Bibel) werden in späteren Berichten darüber ins Spiel gebracht. Mein Projekt versucht nun ein Verfahren zu entwickeln mit dem diese Daten teilautomatisiert per Named Entity Recognition ausgelesen und per XML Technologien (z.B. XSLT, X-Path) auf digitalen Karten zusammengetragen werden können. Auf diese Weise versuche ich mit digitalen Mitteln letztlich eine klassische Frage der Kulturwissenschaft neu stellen zu können: „How do ideas travel?“ Oder genauer: wie verbreiten sich Ideen im kolonialen Kontext? Dabei versuche ich gleichzeitig, ganz im Sinne der „Critical Code Studies“ die epistemologische Engführung der verwendeten Technologien als kognitive Werkzeuge mit zu reflektieren.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit DARIAH-DE?

Neben der finanziellen Unterstützung durch das Fellowship, die mir vor allem wertvolle Zeit für die Forschung und das Experimentieren mit Technologien gibt, eröffnet mir DARIAH-DE einen optimalen Zugang zu bereits etablierten DH-Technologien, Tools und – vor allem –entsprechender Expertise. Insbesondere die Community der TextGridUser sowie der Austausch mit den Entwicklern des DARIAH-GEO Browser waren bislang von unschätzbarem Wert.

Welche Ergebnisse erwarten Sie und für welche Forschungsthemen sind diese anschlussfähig?

Mein Projekt soll zum einen konkret erforschen wie sich Ideen im kolonialen Amerika verbreitet haben und zum anderen Forschungsdaten in Form von Geo-referenzierten und in TEI ausgezeichneten literarischen Texten sowie entstandener Karten einer interdisziplinären Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Ich denke solche Daten müssten prinzipiell auch für Anthropologen, Ethnologen, Historiker und für die Postkolonialen Studien interessant sein.

Mit welchen Materialien und Daten arbeiten Sie?

Der Korpus mit dem wir in Stuttgart arbeiten ist in seiner Beschaffenheit sehr heterogen. Zum Teil können wir bereits auf fertige bereits in XML / TEI vorliegende Texte zurückgreifen. In einigen Fällen sind diese jedoch noch in SGML kodiert und müssen transformiert werden, in anderen müssen wir uns noch schwierigen OCR Herausforderungen stellen.

Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche für diese Aufgabe besonders interessant sind?

Named-Entity Recognition. Alle XML-Technologien (speziell XSLT, X-path, X-Query) GIS Systeme (DARIAH-geobrowser, CartoDB, QGIS, OpenStreetmaps, ArcGIS) und nicht zuletzt TextGrid als Langzeitspeicher und kollaborative Arbeitsumgebung.

Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu beschäftigen?

Das ist schwer zu sagen. Ohne mich als „digital native“ bezeichnen zu wollen, hat mich neben vielen inter- und undisziplinierten Fragen schon immer eine gewisse Technikfaszination getrieben. Gleichzeitig war ich aber auch stets überzeugt, dass technologische Entwicklungen letztlich Ausdruck kultureller Bedingungen sind. Nach der „digitalen Wende“ erscheint mir die Unterscheidung zwischen analoger und digitaler Geisteswissenschaft zunehmend schwieriger wenngleich mir immer wichtig ist zu betonen, dass wir nicht in einem „Solutionism“ verfallen dürfen.

Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften fänden Sie für Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?

Aus meiner Sicht wäre in erster Linie eine verbesserte, nachhaltige Usability von bestehenden Angeboten hilfreich. Die Komplexität vieler vielversprechender DH Tools ist noch zu hoch um sie zeitkritisch in den straffen Anforderungsplan der beschleunigten und prekären Wissenschaftslandschaft zu integrieren. Alternativ wären schlichte Schulungsangebote der Community hilfreich. Die TextGrid User-Treffen haben hier bislang hervorragende Arbeit geleistet. Dafür müsste es mehr Funding geben.

Weitere Informationen

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Webseite von Dennis Mischke

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