Digital Humanities Projekte in Deutschland

Die Landschaft der Digital Humanities Projekte in Deutschland verändert sich beständig. Dies veranschaulicht die aktuelle Raum-Zeit-Visualisierung der bisher erfassten DH-Projekte. Eines der Anliegen von DARIAH-DE ist es, die Vernetzung der Forschenden und den Austausch von Ressourcen, Methoden, Daten und Erfahrungen zu unterstützen. Diese Zusammenstellung von Einzel- und Verbundprojekten will die Informationsrecherche zu Projektinhalten, Forschungsschwerpunkten und Entwicklungen und somit auch die Vernetzungsmöglichkeiten der Projekte untereinander erleichtern.

Der aktuell vorliegende Datensatz erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wird aber fortlaufend ergänzt. Berücksichtigt wurden bisher Projekte, die:

  • sich der Methodenforschung widmen,
  • an der Infrastrukturentwicklung zur Unterstützung digitaler Forschungsprozesse mitwirken, z.B. durch die Entwicklung von Werkzeugen, Arbeits- und Lernumgebungen,
  • die Rekonstruktion von Ressourcen in digitaler Form zum Ziel haben, wie etwa Online-Editionen oder virtuelle Modelle,
  • einer disziplinspezifischen oder -übergreifenden Forschungsfrage mit digitalen Methoden nachgehen,
  • Forschungsdaten und Forschungsdatensammlungen nach fachspezifischen und übergreifenden Standards für den digitalen Forschungsprozess aufbereiten bzw. bereitstellen.

Dabei wurden sowohl Einzel- wie auch Verbundprojekte verschiedener Förderarten berücksichtigt. Einen Eindruck dieser vielfältigen DH-Projektlandschaft in Bezug auf die räumliche und zeitliche Verteilung vermittelt die Visualisierung der bisher gesammelten Daten mittels des DARIAH-GeoBrowser, die Sie hier abrufen können.

Über die Daten

Erfasst sind 257 Projektstandorte, die sich auf 127 verschiedene DH-Projekte beziehen. Bei einigen Projekten handelt es sich um Verbundprojekte, in denen Partner aus ganz Deutschland und darüber hinaus (z.B. aus den Niederlanden) zusammenarbeiten. Bei diesen Verbundprojekten wurde jede Partnerinstitution einzeln aufgenommen, um die räumliche und zeitliche Verteilung des Engagements auf diesem Gebiet darstellen zu können.

Unterhalb der Visualisierung finden Sie eine Tabelle mit den uns zur Verfügung stehenden Informationen zum jeweiligen Projekt: Laufzeit, Koordination, Ansprechpartner, Disziplin, Beschreibung, Projektziel, Förderer, Link zur Projekt-Homepage usw.

Bei einigen Projekten konnte die Laufzeit bisher nicht ermittelt werden, diese führen an Stelle der Zeitspanneninformation lediglich einen Zeitstempel mit sich. Dieser Zeitstempel gibt Auskunft über den ermittelten Start des Projekts. Projekte, deren Förderdauer zunächst unbegrenzt ist, sind mit einer Zeitspanne bis in das Jahr 2020 erfasst. Sie sehen in der Raum-Zeit-Kurve unterhalb der Landkarte einen entsprechenden Abwärtstrend im Jahr 2020. Die Daten werden weiterhin gepflegt, so dass Informationen zu neuen DH-Projekten kontinuierlich einfließen.

Weitere Auswahlkriterien

Der Auswahl der Projekte für diese Zeit-Raum-Visualisierung liegen folgende Kriterien zugrunde:

  • es existiert ein nachvollziehbarer Bezug zu Ansätzen und Methoden der Digital Humanities,
  • die Laufzeit des (Langzeit)-Projektes dauert über das Jahr 2000 hinaus,
  • die Projektdurchführung liegt bei einer Universität oder einer universitätsnahen Forschungseinrichtung.

Recherche & Quellen

Die Recherche zu den Projekten fand überwiegend im Internet statt. Dabei wurden folgende Quellen genutzt:

  • Projektwebseiten,
  • Informationsmaterial der Projekte,
  • Homepages verschiedener Universitäten, Forschungseinrichtungen, Förderern,
  • Wikipedia,
  • Direkte Nachfrage bei Institutionen und Projekten

Sie haben Hinweise auf Projekte, die bisher in dieser Darstellung nicht berücksichtigt wurden? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns unter dh-registry@linglit.tu-darmstadt.de kontaktieren. Um eine schnelle Aufnahme zu ermöglichen ist es hilfreich, wenn Sie uns möglichst detaillierte Informationen (alle Partnerinstitutionen, alle Projektstandorte, etc.) zukommen lassen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Ihre nationalen Koordinatorinnen
Sabine Bartsch und Luise Borek