Der DARIAH-DE Forschungsverbund

 

Der DARIAH-DE Forschungsverbund besteht zurzeit aus 19 Partnern mit unterschiedlichem geisteswissenschaftlichen und technischem Hintergrund: dazu zählen Universitäten, Bibliotheken, Rechenzentren, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Akademien der Wissenschaften und kommerzielle Partner. Zusätzlich zu den hier benannten Projektpartnern und den ehemaligen Partnern wächst das Netzwerk über assoziierter Partnerprojekte permanent. Diese nutzen Angebote von DARIAH oder entwickeln diese im Rahmen ihrer eigenen Forschungsschwerpunkte weiter. Auch sind darunter einige, die über nationale/internationale Initiativen (z.B. NeDiMAH) oder über die auf DARIAH-Infrastruktur nutzende Vorhaben wie beispielsweise EHRI und CENDARI mit DARIAH-DE verbunden sind.

 

Akademie der Wissenschaften
und der Literatur Mainz

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz betreut den größten Anteil geisteswissenschaftlicher Forschungsvorhaben am Akademienprogramm und trägt schon seit Jahren dem digitalen Wandel in Gesellschaft und Wissenschaft durch die erfolgreiche Einrichtung ihrer Forschungsabteilung „Digitale Akademie“ in besonderem Maße Rechnung. Die Akademie ist Gründungsmitglied des TextGrid-Vereins.

Mitglieder des Teams der Digitalen Akademie sind aktiv an der Mitarbeit im DARIAH-DE Stakeholder-Gremium „Wissenschaftliche Sammlungen“ beteiligt. Die in DARIAH-DE gebündelten Dienste und Technologien sind in zunehmenden Maße attraktiv für die spezifischen Anwendungskontexte in den Langzeitvorhaben der Akademie. Immer mehr Projekte der Mainzer Akademie setzen daher unter Begleitung der Digitalen Akademie auf Komponenten der DARIAH-DE Infrastruktur (bspw. Geobrowser, virtuelle Maschinen, PID Service etc.).

Berlin-Brandenburgische Akademie
der Wissenschaften

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist mit ihren rund 30 wissenschaftlichen Traditionsunternehmungen – wie Wörterbuchprojekte, Editionen, Prosopographien und Bibliographien – die größte außeruniversitäre, geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtung in der Region Berlin-Brandenburg. Ihre Tradition geht zurück bis zur Kurfürstlich Brandenburgischen Sozietät der Wissenschaften, die im Jahre 1700 auf Initiative von Gottfried Wilhelm Leibniz unter dem Kurfürsten Friedrich III. gegründet wurde.

Im Jahr 2001 wurde an der BBAW die Initiative „The Electronic Life Of The Academy“ (Telota) ins Leben gerufen. In dieser Initiative bündelt die Akademie ihre elektronischen Aktivitäten. Telota entwickelt Instrumente, mit denen die Akademie ihre Forschungsergebnisse digital erarbeiten, dokumentieren, präsentieren und archivieren kann. Seither sind verschiedene elektronische Werkzeuge für die geisteswissenschaftliche Forschungsarbeit und zahlreiche elektronische Präsentationen von Primärquellen, Digitalen Wörterbüchern, Digitalen Editionen und Prosopographien sowie anderen an der BBAW beheimateten Grundlagenwerken entstanden.

DAASI International GmbH

DAASI International, Experte für Open-Source-Technologien in den Bereichen Digital Humanties sowie Identity und Access Management, ist ein Spin-off des Zentrums für Datenverarbeitung an der Universität Tübingen und wurde im Jahr 2000 gegründet.

DAASI International bietet ihren Kunden – hauptsächlich Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen – Dienstleistungen zu Consulting, Entwicklung, Implementierung, Support sowie Schulungen für moderne IT-Technologien und benutzerfreundliche Anwendungen an. Die Firma unterhält enge Verbindungen mit dem DFN sowie mit deutschen und internationalen Forschungseinrichtungen und ist in verschiedenen nationalen und internationalen Arbeitsgruppen und Standardisierungsgremien aktiv (z.B. GGF/OGF, IETF, TERENA).

DAASI International arbeitete in mehreren Forschungsprojekten im Bereich Public-Key-Infrastructure und Grid-Computing als Konsortialpartner, so z.B. in den Projekten DFN-Directory-Kompetenzzentrum, PKI/LDAP, IVOM, GAP-SLC, TextGrid sowie in dem von der EU geförderten Projekt AARC. Bei TextGrid war DAASI International maßgeblich an der Konzeption und Entwicklung der Middleware und der Gridknoten beteiligt sowie an der Workflow- und der Authentifizierungs- und Autorisierungs-Infrastruktur.

In Bezug auf DARIAH-DE kann DAASI International insbesondere die Erfahrungen sowohl im Aufbau von Shibboleth-Föderationen sowie von Infrastrukturen und Anwendungen zur Verwaltung von Informationsobjekten aus den Geisteswissenschaften (TextGrid) einbringen als auch die ebenfalls dort erworbenen Kompetenzen in den Bereichen Ingest und Langzeitarchivierung.

Deutsches Archäologisches Institut

Das DAI ist die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Archäologie und der Altertumswissenschaften mit 19 Zweiganstalten im In- und Ausland sowie Forschungsprojekten auf allen fünf Kontinenten. Es ist als international tätige Forschungseinrichtung nachdrücklich an einer langfristigen Sicherung und Interoperabilität seiner Daten interessiert. Es verspricht sich von DARIAH-DE die Möglichkeit, archäologische und altertumswissenschaftliche Forschungsdaten in eine europäische Infrastruktur einbringen und dadurch verfügbar machen zu können.

Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel

Seit dem Jahr 2013 bündeln das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ihre Forschungsaktivitäten in einem Verbund (MWW), der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Die Bestände der drei Einrichtungen zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen des deutschen und europäischen kulturellen Erbes. Die im Rahmen von MWW durchgeführten bestandsbezogenen Forschungsprojekte greifen aktuelle Fragestellungen der Text-, Bild-, Buch- und Medienwissenschaften sowie der Ideen- und Wissenschaftsgeschichte auf. Ziel ist es, die einzigartigen Sammlungen noch stärker in den Fokus der Wissenschaft auf nationaler und internationaler Ebene zu rücken.

Mit dem Aufbau einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur erhält die Forschung neue Zugänge zu den reichen Beständen sowie die Möglichkeit zu deren Erforschung mit Methoden der Digital Humanities. Im Rahmen von MWW werden Teilprojekte zur Modellierung von Metadaten, zum Aufbau eines digitalen Langzeitarchivs sowie zur Entwicklung einer virtuellen Forschungsumgebung durchgeführt. Für den Aufbau einer bestandsübergreifenden Suche wird die Generic Search von DARIAH verwendet und weiterentwickelt. Der Forschungsverbund engagiert sich darüber hinaus bei DARIAH im Bereich Wissenschaftliche Sammlungen.

Forschungszentrum Jülich GmbH –
Jülich Supercomputing Centre

Das Jülich Supercomputing Centre im Forschungszentrum Jülich betreibt seit 1987 das erste deutsche Höchstleistungsrechenzentrum. Es stellt Forschern in Deutschland und Europa über ein unabhängiges Peer-Review-Verfahren Rechenzeit der höchsten Leistungsebene zur Verfügung. Mehr als 200 Experten und Ansprechpartner arbeiten an allen Aspekten rund um Supercomputing und Simulationswissenschaften. Einen Schwerpunkt des Jülich Supercomputing Centre bildet das Gebiet föderierte Systeme und Daten. Hier werden, neben der Europäischen Open Source Software UNICORE, Anwendungsumgebungen und anwendungsspezifische Dienste für verteilte Daten- und Recheninfrastrukturen gemeinsam mit Benutzern entwickelt, dabei wird durch den föderierten Ansatz in der Entwicklung die Autonomie der Benutzergruppen und Zentren respektiert.

Gesellschaft für wissenschaftliche
Datenverarbeitung mbH Göttingen

Die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) ist eine gemeinsame Einrichtung der Georg-August-Universität Göttingen und der Max-Planck-Gesellschaft. Sie erfüllt die Funktion eines Rechen- und Kompetenzzentrums für die Max-Planck-Gesellschaft und des Hochschulrechenzentrums für die Universität Göttingen.

Die GWDG war und ist an verschiedenen Projekten mit Grid-Bezug als Konsortial- Partner (MediGrid, Services@MediGrid, DGSI) beteiligt und hatte bzw. hat die Konsortialleitung in den Projekten Instant-Grid und OptiNum-Grid. Die GWDG ist zudem Grid-Ressourcen-Zentrum für die D-Grid-Communities MediGrid, TextGrid, HEP-Grid und OptiNum-Grid.

Seit Anfang 2009 betreibt die GWDG im Auftrag der Max-Planck-Gesellschaft einen Service zur Erstellung und einen Resolver von Persistant Identifiers (PIDs). Diese Initiative mündete in ein gemeinsames europäisches Konsortium (European Persistant Identifier Consortium, EPIC), das die Bereitstellung dieser Services für die Wissenschaft in Europa zur Aufgabe hat.

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Die 1572 gegründete Herzog August Bibliothek ist mit rund 12.000 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften und rund 350.000 vor 1800 gedruckten Werken weltweit eine der größten Quellensammlungen zur frühen Neuzeit. Sie übernimmt nationalbibliothekarische Aufgaben im Erwerbungsprogramm der Sammlung Deutsche Drucke und im Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD17). Sie ist DFG Handschriftenzentrum und national wie international gefragtes Kompentenzzentrum für Alte Drucke und Bestandserhaltung. Neben der traditionellen Bibliothek mit Forschungsliteratur und einem umfassenden Dienstleistungsspektrum betreibt sie regeletatfinanziert ein Forschungsprogramm, ein Programm zu wissenschaftlichen Veranstaltungen und ein eigenes Stipendienprogramm mit spezieller Förderung der geisteswissenschaftliche Spitzenforschung. Publikationen erscheinen im hauseigenen Verlag und werden in der Regel in Kommission bei Harrassowitz-Verlag veröffentlicht. Die Bibliothek engagiert sich darüber hinaus seit über 15 Jahren im Bereich der Digitalisierung und hat zahlreiche Digitalisierungsprojekte und Forschungsprojekte im Bereich der Digital Humanities durchgeführt. Darunter national abgestimmte Projekte zur massenhaften Kulturgutdigitalisierung, von der internationalen Frühneuzeitforschung initiierte Spezialprojekte oder Projekte, die digitale Editionen zum Gegenstand haben. Mit der unlängst erfolgten Etablierung des Forschungsverbundes Marbach-Weimar-Wolfenbüttel sollen darüber hinaus die auf mittelalterliche und frühneuzeitliche Forschung ausgerichteten Schwerpunkte weiter ausgebaut und die Bibliothek als Forschungs- und Forschungsinfrastruktureinrichtung mit Blick auf die Entwicklungen in den Digital Humanities stärker profiliert werden.

Leibniz-Institut für Europäische
Geschichte Mainz

Die interdisziplinären Forschungen des außeruniversitären Forschungsinstituts IEG fragen nach den integrierenden und antagonistischen Kräften in Religion und Politik, die den (geographischen) Kontinent und (kulturellen) Bedeutungszusammenhang ‚Europa‘ über die Jahrhunderte prägten.

Das IEG führt seine Kompetenzen in der wissenschaftlichen Theologie und Geschichtswissenschaft mit der Expertise weiterer historisch arbeitender Disziplinen über zahlreiche internationale Kooperationen zusammen.

Das IEG betreibt und begleitet intensiv die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern in den historisch arbeitenden Geisteswissenschaften. Mit dem Verbund aus kollaborativer Forschung sieht sich das IEG der Zielstellung von DARIAH-DE kongenial verpflichtet.

Karlsruher Institut für Technologie

Das Karlsruhe Institut für Technologie ist als der Zusammenschluss des Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) und der Universität Karlsruhe eine der größten Forschungseinrichtungen in Deutschland mit ca. 8000 Mitarbeitern. Neben dem breiten Forschungsspektrum in "Energie", "Klima und Umwelt", "Schlüsseltechnologien" und "Struktur der Materie" erstellt KIT eine weite wissenschaftliche und technische Infrastruktur für die interdisziplinäre Forschung. Dies beinhaltet große wissenschaftliche Einrichtungen für interne als auch externe Benutzer, z.B. das Grid Computing Centre GridKa als nationales Tier 1 für die Teilchenphysik, KITs Beiträge zum internationalen Pierre Auger Labor für Astrophysik in Argentinien, das Karlsruhe Tritium Labor für das europäische Fusionsprogramm und die Synchrotron-Strahlungsquelle ANKA. Neu im Aufbau ist eine "Large Scale Data Facility" (LSDF) mit dem Ziel, eines der wichtigsten Zentren für die Verarbeitung und nachhaltige Speicherung von großskaligen Experiment-, Observations-, und Messdaten in Europa zu werden. Der Fokus liegt auf der direkten Unterstützung von datenintensiven Experimenten und Applikationen mit Datendurchsätzen im mehrstelligen Terabyte-Bereich pro Tag. Im KIT beteiligen sich maßgeblich zwei Institute an der Einrichtung der LSDF: Das Steinbuch Center for Computing (SCC) an der Einrichtung und Bereitstellung der Infrastruktur und Dienste und das Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik (IPE) an der Datenorganisation, Softwareentwicklung und Anbindung von wissenschaftlichen Communities.

Max Planck Computing and Data Facility

Die Max Planck Computing and Data Facility, ehemals Rechenzentrum Garching der Max-Planck-Gesellschaft, arbeitet  schwerpunktmäßig auf den Gebieten Hochleistungsrechnen, Cluster- Computing, Datenmanagement und Langzeitarchivierung. Als eines der ältesten Rechenzentren Deutschlands betreibt es seit fast 50 Jahren Hochleistungsrechner für Max-Planck-Institute, und seit fast 20 Jahren bietet es Anwendungsunterstützung für wissenschaftliches Rechnen auf Parallelrechnern. Für das ATLAS-Experiment am CERN ist das RZG Partner im Münchner Tier2-Zentrum. Für 15 Max-Planck-Institute deutschlandweit betreibt es deren dedizierte Cluster- und Speichersysteme. Webservices für Datenbank-, Storage- und Computesysteme werden im Rahmen des ATLAS-Projekts, des PANSTARRS-Projekts, der Bioinformatikplattform MIGENAS und des Kosmologie-Consortiums VIRGO betrieben. Die Langzeitarchivierung umfasst Experimentdaten aus Fusionsexperimenten, Teilchenphysikexperimenten, Satellitendaten (u.a. NASA), Simulationsdaten von HPC-Projekten, sowie wertvolle Daten aus Kunstgeschichte und Geisteswissenschaften (Bibliotheca Hertziana, ausgestorbene oder vom Aussterben bedrohte Sprachen). Die ältesten Archivdaten (Experimentdaten) sind 30 Jahre alt. Das MPCDF beteiligte sich im D-Grid-Projekt als Verbundpartner am Aufbau der D-Grid-Kerninfrastruktur und ist aktuell stark eingebunden in internationale Kooperationsprojekte (u.a. als Konsortialführer von DEISA).

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin ist eines von mehr als 80 Forschungsinstituten der MPG und wurde 1994 gegründet. Am MPIWG wird erforscht, wie sich in der jahrhundertelangen Wechselwirkung zwischen den Wissenschaften und den sie umgebenden Kulturen neue Kategorien des Denkens, des Beweisens und der Erfahrung herausgebildet haben. Epochen- und raumübergreifende vergleichende Studien untersuchen dabei, unter welchen historischen Voraussetzungen wissenschaftliche Kultur und Wissenschaft als eine Kultur entstanden sind. Die einzelnen Forschungsprojekte umfassen mehrere Jahrtausende, sie beziehen sich auf die Kulturen des Westens und des Ostens, des Nordens und des Südens, und auf die unterschiedlichsten Disziplinen, von der babylonischen Mathematik bis zur heutigen Genetik, von der Naturgeschichte der Renaissance bis zu den Anfängen der Quantenmechanik.

Max Weber Stiftung

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Zu diesem Zweck unterhält sie zehn Institute im Ausland, für die sie die elektronische Publikationsplattform perspectivia.net betreibt. Ziel von perspectivia.net ist die Intensivierung und Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Kommunikation durch die Bereitstellung von Forschungsmitteln in Form von Literatur, Quellen und Datenbanken. Die Publikationsumgebung ist dem Open-Access-Prinzip zur Förderung des freien wissenschaftlichen Austausches verpflichtet.

Da die Grundlagenforschung ein besonderes Förderanliegen der Max Weber Stiftung ist, stellt perspectivia.net vermehrt Datenbanklösungen für die Präsentation von Quelleneditionen bereit. Hierbei steht nicht nur die Aufbereitung von Primärforschungsdaten im Vordergrund, sondern auch die Konzeption virtueller Arbeitsumgebungen für die zeitgemäße Erarbeitung wissenschaftlicher Ergebnisse und deren Bereitstellung in nachhaltigen Forschungsinfrastrukturen. Die Max Weber Stiftung engagiert sich bei DARIAH-DE daher besonders in den Clustern Institutionalisierung und Wissenschaftliche Sammlungen.

Otto-Friedrich-Universität Bamberg –
Fakultät für Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik –
Lehrstuhl für Medieninformatik

Charakteristisch für die Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist ihr Fächerprofil, das schwerpunktmäßig in den Bereichen der Geistes-, Kultur-, Human- und Sozialwissenschaften liegt. Mit der jüngsten Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik, die als querschnittliche Fakultät mit interdisziplinärer Klammerfunktion konzipiert wurde, hat die Universität 2001 ihre Fächerstruktur erweitert. Die Angewandte Informatik hat dabei in Bamberg einen klaren Zuschnitt auf Anwendungen in den Geistes- und Kulturwissenschaften.

Der Lehrstuhl für Medieninformatik betrachtet Aspekte wie Medientechnik, Mediendesign, Medienentwicklung, Mediennutzung und insbesondere Medienverwaltung und Medienretrieval. National und international ist er auf dem Gebiet des Information Retrieval (IR) ausgewiesen und dabei in der Textsuche und in die Suche nach anderen Medienobjekten sowie im verteilten IR profiliert.

Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.

Der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. (OKF DE) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Verbreitung von freiem und offen zugänglichem Wissen in der Gesellschaft einsetzt. OKF DE hat es sich zum Ziel gesetzt offenes Wissen und offene Daten als Standard zu verbreiten, anderen dabei zu helfen und eine nachhaltige und aktive Community (aus engagierten Wissenschaftlern, Bürgern und Entwicklern) rund um das Thema zu schaffen. In diesem Zusammenhang will OKF DE im DARIAH-DE Projekt die digitalen Geisteswissenschaften und die Öffnung von Wissenschaft unterstützen, verbreiten und fördern.

Salomon Ludwig Steinheim-Institut
für deutsch-jüdische Geschichte
an der Universität Duisburg-Essen

Das Salomon Ludwig Steinheim-Institut (STI) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung zur Geschichte, Kultur und Religion der Juden im deutschsprachigen Raum vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Interdisziplinär, mehrsprachig und weltweit tätig ist das STI auf Interoperabilität und LZA seiner Daten (Realia, Bilder, Inschriften, Handschriften, Drucke) angewiesen.

Das STI ist deshalb sehr interessiert an standardisierten Workflows, kollaborativen Tools (TextGridLab, Geo-Browser) und digitalen Sammlungsprojekten (Athena Plus, TextGridRep) sowie der Weiterentwicklung der epigraphischen Plattform "epidat". Das STI ist Gründungsmitglied des TextGrid-Vereins.

Georg-August-Universität
Göttingen – Niedersächsische Staats-
und Universitätsbibliothek Göttingen

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) gehört zu den größten wissenschaftlichen Universitätsbibliotheken in Deutschland. Sie nimmt neben ihrer Kernaufgabe der Literatur- und Informationsversorgung für die Universität Göttingen im nationalen und internationalen Rahmen zahlreiche Aufgaben aus einem über klassische Bibliotheksarbeit weit hinausgehenden Bereich des Informationsmanagements und der Entwicklung von digitalen Diensten wahr. Hierbei sieht sich die SUB explizit nicht als Verwalter von Informationsbeständen, sondern bereitet Wissen aktiv auf und bietet Werkzeuge zur Unterstützung des Wissenschaftsprozesses.

Technische Universität Darmstadt 
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Digital Humanities (Germanistische Computerphilologie / Philosophie / Ubiquitous Knowledge Processing) 

Die IAG Digital Humanities an der TU Darmstadt ist ein Zusammenschluss von in diesem Forschungsfeld seit vielen Jahren aktiven Instituten und FachvertreterInnen. Am Institut für Philosophie der TU Darmstadt werden seit 2002 kontinuierlich Projekte im Bereich E-Learning und E-Wissensarbeit durchgeführt, dies u.a. gemeinsam mit der Informatik im Rahmen des DFG GK 1223 „Qualitätsverbesserung im E-Learning“. Eine besonders enge Kooperation mit dem Fachgebiet Ubiquitous Knowledge Processing (interdisziplinäre Lichtenberg-Professur der Volkswagen-Stiftung in der Informatik), das Arbeiten in den Bereichen Natural Language Processing, Information Retrieval, Text Mining, eLearning und Digital Humanities vorantreibt, ist aus dieser Projektarbeit hervorgegangen. Hinzu kommt im Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft, das seit 2004 das Profil computergestützter Sprach- und Textanalyse u.a. mit entsprechenden Forschungen und einem seit 2006 bestehenden Master of Arts Linguistic and Literary Computing gezielt ausbaut, die Germanistische Computerphilologie. Die IAG Digital Humanities kooperiert ferner mit den corpus- und computerlinguistischen Fachgebieten im FB 2 (Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften), verschiedenen Fachgebieten im FB 20 (Informatik), und unterhält Beziehungen zum FB 3 (Medienpädagogik) sowie zum Hochschulrechenzentrum und zum »Kompetenzzentrum Hochleistungsrechnen« der TU. In dieser AG sind Kompetenzen zum nachhaltigen Aufbau gegenwartssprachlicher und historischer Korpora, digitaler Editionen, digitaler Wörterbücher sowie innovative Methoden zur dynamischen Erschließung von Text- und Wissensbeständen gebündelt.

Julius-Maximilians-Universität Würzburg –
Institut für deutsche Philologie –
Lehrstuhl für Computerphilologie und
Neuere Deutsche Literaturgeschichte

Der neu eingerichtete Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Computerphilologie bildet in der Lehre die Brücke zwischen der Literaturwissenschaft und dem neu eingerichteten Studiengang "Digital Humanities". Einen wichtigen Forschungsschwerpunkt stellen digitale Editionen dar sowie die (Weiter-)Entwicklung von korpusbasierten Forschungsmethoden für die Literaturwissenschaft. Aufgrund der Mitwirkung an der Entwicklung von TextGrid besteht Erfahrung mit einem großen Projekt. Internationale Kooperationserfahrung besteht aufgrund der langjährigen Beteiligung an der Entwicklung der TEI-Richtlinien.